#lesung: Pressekonferenz mit Handkäs-Aroma

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Gestern Vormittag habe ich gemeinsam mit vielen anderen Kelkheimer Autoren unsere diesjährige Lesereihe „Literatur on Tour“ im Rathaus der Presse vorgestellt. Ich habe ja schon erzählt, dass ich 2020 wahrscheinlich nur eine Lesung halte – und zwar nicht aus einem neuen Buch, sondern mit frischen Texten, die noch nirgendwo gedruckt sind. Ich hab total Lust drauf, weil ich nicht einfach nur vorlese, was ich irgendwann mal geschrieben habe, sondern gleichzeitig schreibe und am Lesungskonzept bastele.

Anders als die meisten anderen, die gestern mit mir auf dem Podium saßen, hatte ich deshalb auch kein neues Buch dabei. Stattdessen hatte ich eine Herzschüssel mit zwei Packungen Bauernhandkäse mit zur PK gebracht, sehr zur Belustigung meiner Mit-Autoren und der Kulturreferentin. Warum ist schnell erklärt: Mein Abend wird den Titel „Wenn die Liebe wie ein Handkäs müffelt“ tragen. Der Titel ist mir eingefallen, als ich vor einigen Wochen zum ersten Mal dazu gebrainstormt habe, was ich im Alten Rathaus  veranstalten will. Eigentlich fand ich ihn erst zu ulkig, hab mich dann aber doch getraut, ihn vorzuschlagen. Und weil die Menschen Witzbolde lieben, kam er gestern richtig gut an.

Ich denke, von der Komik mal abgesehen, dass der Titel auch ganz gut die Idee der Lesung transportiert. Denn natürlich geht’s um Liebe, es geht um Beziehungen und um alles, was daran schön, schrecklich, wohlriechend und müffelnd, ermutigend und nervtötend ist. Als „Frankfurt liebt dich!“ 2014 erschienen ist, habe ich viele, viele Mails von Menschen bekommen, die einfach mal mit jemandem über ihre Beziehungsprobleme sprechen wollten. Und nachdem „glueckskind“ nun eher ein klassischer Roman war, möchte ich gern in diese Beziehungsratgeberecke zurückkehren, denn da habe ich mich immer sehr wohlgefühlt.

Mal sehen, wie es mit der Arbeit an den Lesungstexten so weitergeht. Vielleicht wird ja am Ende doch noch ein ganzes Buch draus, mal schauen. Eigentlich wollte ich ja erstmal keins mehr veröffentlichen, weil Lesungen für mich immer mental so anstrengend sind und ich es mit „glueckskind“ vielleicht auch etwas übertrieben habe. Aber gestern war ich echt inspiriert von den tollen Autorenkollegen in Kelkheim, die so viele spannende Ideen und Projekte verfolgen, dass ich doch mal kurz drüber nachgedacht habe, mehr draus zu machen als nur einen Lesungsabend. *g*

Die Ersten haben sich schon bei mir „angemeldet“ für die Handkäs-Lesung. Michael, der mich natürlich wieder begleitet, und ich freuen uns auf jeden, der kommen mag: Die Lesung findet statt am Dienstag, 14. April, 19 Uhr, im Alten Rathaus in Kelkheim-Münster, Frankfurter Straße 153, 65779 Kelkheim (Taunus). Der Eintritt ist frei, es gibt keinen Büchertisch und keine Autogrammstunde. Stattdessen hoffentlich viele nette Gespräche und lustige Momente. :)

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Verfasst von

Anne Zegelman ist Journalistin, Magazin-Redakteurin und Autorin. Auf ihrem Blog schreibt sie über aktuelle Themen, philosophiert über gesellschaftliche Fragen, erzählt von ihren Reisen und ihrem Alltag als Berufsschreiberin: mal auf der Bühne, mal im Publikum - aber immer mit einem Stift in der Hand. Übrigens, der Name des Blogs - dezembra - leitet sich von ihrem Geburtstag im Dezember ab.

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