#gesundheit: 15 Euro für Deo – what?!

„Ich benutze jetzt Deocreme“, sagte ich gestern zu einem Freund.
„Bäh, weniger Info“, sagte der.
„Aber das ist ein total gutes Produkt“, entgegnete ich. „Und deshalb werde ich auch was auf meinem Blog darüber schreiben.“
„Wer will denn das lesen?“, fragte er.
„Keine Ahnung. Aber ich will’s schreiben.“

Gespräch mit meinem Freund Diddy am Montag

Als ich das letzte Mal bei meiner Freundin Anne war, kam die mit einer ganzen Reihe von Tiegelchen aus dem Bad. „Ich hab hier was für dich zum Testen, das ist Deocreme“, sagte sie und hielt mir die kleinen Döschen unter die Nase, die ich neugierig betrachtete. Die Deckel waren durchsichtig, durchs Plastik war eine weiße Paste zu sehen. Anne hatte auf jedem handschriftlich einen fantasievollen Namen vermerkt.

Ich pickte mir das Döschen mit dem schönen Namen „Sterntaler“ heraus und fragte: „Findest du, dass ich stinke?“

„Du bist so blöd“, gab Anne zurück. Wahrscheinlich erinnerte sie sich noch gut daran, dass ich auf unserem Trip nach New York häufig gleich zweimal am Tag geduscht hatte. Morgens, weil ich anders nicht richtig wach werde, und abends, weil die Stadt wie eine Schmutzschicht an mir klebte, wenn wir nach langen Stunden zurück ins Hotel kamen.

Anne liebt es, kleine, aber feine Marken ausfindig zu machen und ungewöhnliche Produkte auszuprobieren.

Sie scheut sich nicht davor, vergleichsweise viel Geld zu investieren, wenn sie dafür Qualität bekommt. Eine wunderbare Einstellung, die ich selbst im Alltag leider so gar nicht lebe – ich freue mich über nichts mehr als ein qualitativ halbwegs vertretbares Schnäppchen. Ich ziehe sie manchmal auf, sie sei ein ziemlicher Hipster. Aber insgeheim bewundere ich ihr Qualitätsbewusstsein und frage mich, wie sie nur immer auf die Dinge kommt, von denen sie dann so begeistert erzählt. Diesmal also nun Deocreme, und zwar von der Marke „Wolkenseifen“.

Ich drehte den Deckel auf und schnupperte an der Paste namens Sterntaler. Sie roch pudrig, sanft und nach etwas, das mich an meine Kindheit erinnerte. Auf eine sehr zurückhaltende Art süßlich, vielleicht vergleichbar mit der wunderbaren Nivea-Creme, die es mittlerweile sogar als Parfum und Raumduft zu kaufen gibt. Irgendwie sauber, tröstlich, verlässlich. Ein emotional besetzter Duft, der alles, woran ich in meiner Kindheit geglaubt hatte, wieder lebendig machte.

Ich nahm ein wenig davon auf die Fingerspitze und verrieb die Substanz auf meiner Hand, sie fühlte sich warm und trocken an. „Kannst du dir mitnehmen“, sagte Anne. „Die kleinen Dosen habe ich als Gratis-Proben zu meiner Bestellung dazubekommen.“

Am nächsten Morgen nach dem Duschen fiel mein Blick auf den Tiegel. Normalerweise benutze ich das Garnier Mineral mit dem lila Deckel, seitdem ich das mal vor Jahren bei meiner Freundin Bianca im Urlaub gerochen habe (bei Deo bin ich sehr beeinflussbar, weiß der Herrgott warum).

Aber nun schob ich das Garnier zur Seite und schraubte die Sterntaler-Dose auf. Nahm ein bisschen von der Paste, die mich von der Konsistenz her an ein Mittelding aus Zahncreme und Kaugummi erinnerte, und rieb sie mir auf die frisch rasierte Achselhaut. Mit einer Menge, die vielleicht der Hälfte meines kleinen Fingernagels entsprach, konnte ich beide Seiten versorgen. Fühlte sich gut an, brannte nicht – und gab ein ganz weiches, cremiges, gepflegtes Gefühl.

Long story short: Ich benutze die Deocreme seit mittlerweile eineinhalb Wochen – und alle Hautirritationen sind verschwunden. Ich dufte den ganzen Tag wunderbar und fühle mich an dieser merkwürdigen Stelle unter den Armen, an die wir im Alltag eigentlich nie denken wollen, immer rundum wohl und weich. Die winzige Probepackung ist noch zu mehr als drei Vierteln voll. Trotzdem habe ich mir bereits die große Dose Sterntaler (70 Gramm) im luxuriösen Glas- und Holztiegel für 14,99 Euro bestellt.

15 Euro für Deo? Klingt eigentlich verrückt. Aber die Creme ist so ergiebig, dass ich davon ausgehe, dass sie vielleicht ein Jahr reichen wird. Und wenn man es so betrachtet, sind 15 Euro für ein gutes Produkt wirklich nicht viel.

Auf der Webseite erfuhr ich dann übrigens auch die Zusammensetzung des Kindheitsduftes: Bergamotte, Limone und Orange, Rosenöl, Jasmin und Maiglöckchen, Zedern- und Sandelholz, weißer Moschus, Patchouli und Amber.

Hier noch ein paar Worte zum Hersteller: „Wolkenseifen“ ist eine kleine Manufaktur in der Kurpfalz und Marktführer im Bereich natürlicher Deocreme ohne Aluminiumsalze. Sie ist vegan, außerdem enthält sie weder Palmöl noch Alkohol – und auch kein Mikroplastik, keine Konservierungsstoffe, keine Erdölderivate, keine Parabene und keine Silkone.

Der Belastungstest steht im Sommer sicher noch aus, aber wie Ihr merkt, bin ich schon jetzt sehr begeistert. Danke für die gute Empfehlung, Anne. :) Ich werde erwägen, künftig lieber auch weniger, aber dafür bessere Qualität zu kaufen. Auch wenn mir als leidenschaftlicher Schnäppchenjägerin das sicher nicht in allen Bereichen gelingen wird.

Midnight liebt die Box, ich den Inhalt. :)

* Bei diesem Artikel handelt es sich um eine neutrale Rezension, er ist weder Werbung noch eine bezahlte Partnerschaft. Das Produkt haben Anne und ich für den vollen Preis selbst gekauft, daher enthält er lediglich meine ganz persönliche Meinung. Bitte verlasst Euch aber nicht allein auf meine positiven Erfahrungen, sondern checkt vor Kauf und Benutzung, ob Ihr gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch seid.

1 Kommentar

  1. Das ist so nett geschrieben und so hübsch gestaltet, mitsamt „Mondschein“-Kätzchen im wohl sehr sympathisch duftenden Karton,… alles ist so wohltuend und naturbewahrend, daß wohl jeder mitfühlende Mensch sich davon angenehm berührt fühlt. Also der Natur zuliebe und zur Förderung und Unterstützung jetzt „arm“ gewordenen Menschen, die sich nach solchem Duft ganz „reich“ fühlen, möchte ich gern hier meine Unterstützung geben. Möge es nützen!💕

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