@work: Warum ich meinen neuen Job nach nur zwei Wochen gekündigt habe

Vor ziemlich genau zwei Wochen habe ich meinen Jobstatus bei LinkedIn geändert. Und ich gebe zu, ich war ganz schön stolz drauf. Immerhin war ich Ende Februar mit über 160 anderen wdv-Mitarbeitern insolvenzbedingt gekündigt worden – und während viele der Anderen noch suchten, hatte ich schon etwas Neues gefunden. Eine Kommunikationsagentur im Frankfurter Westend nahe der Messe hatte mich schon Wochen vorher über LinkedIn umworben – und der gesamte Kennenlernprozess mit der netten Perso-Dame und den beiden Redakteuren war gut und wertschätzend verlaufen. Deshalb sagte ich sofort Ja, als ich Mitte April ein Angebot bekam. Die Leute waren toll, der Vertrag unbefristet, die Atmosphäre jung und ein bisschen hyper – und als ich am ersten Tag in der Agentur die hochprofessionelle Kaffeemaschine sah, war eigentlich alles klar. Hier, so dachte ich, würde ich alt werden.

Da konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass ich auf den Tag genau zwei Wochen später kündigen würde.

Was ist passiert?

Die Antwort darauf ist komplex. Erstmal: Es lag nicht an der Agentur. Nicht wirklich. Es lag nicht an den Leuten, es lag nicht am Umgang miteinander, es lag nicht am fehlenden Teamspirit – und schon gar nicht lag’s am Kaffee oder am kostenlosen Mineralwasser oder der Tatsache, dass du aus drei Sorten Milch (eine davon vegan) wählen konntest. Es lag auch nicht wirklich an den Themen, von denen ich einige sogar ziemlich spannend fand.

Wenn ich sage, es lag an mir, dann klingt das unheimlich abgedroschen. Wie der älteste Schlussmach-Satz der Welt. Aber am Ende entspricht es der Wahrheit. Es stimmt, es lag an mir. Aber nicht daran, dass ich nicht performt habe, nicht daran, dass ich nicht hart arbeiten wollte. Sondern schlicht daran, dass ich mich selbst in den letzten Jahren und letzten paar Jobs sehr gut kennengelernt habe. Ich weiß, was mir wichtig ist, ich weiß, was ich bereit bin zu leisten – und wo meine Grenzen sind.

Und ich weiß ganz besonders, was passiert, wenn ich diese Grenzen dauerhaft ignoriere. Als ich bei der Ärzte Zeitung anfing, habe ich nach nur einem halben Jahr eine so schwere Schilddrüsenkrankheit entwickelt, dass sie mir kurz darauf komplett entfernt werden musste (darüber habe ich hier geschrieben: #health: Was sich in einem Jahr ohne Schilddrüse bei mir geändert hat). Kurz nach der OP habe ich 2018 beschlossen, dass es mir reicht, mich psychisch misshandeln zu lassen in einem Job, der mich zwar ernährte, aber inhaltlich nicht glücklich machte. Also ging ich damals. Und ich bin nicht gegangen, um in anderer Konstellation wieder unglücklich zu werden.

Versteht mich nicht falsch, ich wurde nicht misshandelt in meiner neuen alten Agentur.

Im Gegenteil, ich wurde unfassbar herzlich aufgenommen. Vom ersten Tag an fühlte ich mich als Teil einer Familie. Meine Perso-Kollegin hatte alles vorbereitet, um mir in Corona-Zeiten das Onboarding mit digitalen Kaffeepausen so angenehm und sozial wie möglich zu machen. Ich wurde in jedes Projekt eingeladen, in jedes Thema eingeführt, durfte überall reingucken und sofort mitmachen.

Und da lag wahrscheinlich das Problem. In kürzester Zeit (eigentlich begann es schon am ersten Tag) war ich in fünf Projekte eingebunden und stand knietief in Arbeit. Offenbar hatte man dringend auf eine dritte Redakteurin gewartet und die Herzen – und Arbeitsaufträge – flogen mir nur so zu. Da ich ab dem zweiten Tag Corona-bedingt im Homeoffice arbeitete (darüber habe ich hier geschrieben: @work: Wie es sich anfühlt, in der Corona-Zeit einen neuen Job anzutreten), bekam auch keiner mit, wie es mir ging. Ich sagte das zwar hier und da mal, hatte aber immer den Eindruck, dass das keine Heldengeschichte sei, weil es einfach allen so ging. Agentur eben, da wird nicht groß geheult, sondern richtig rangeklotzt. Und da ist es auch egal, ob der harte Arbeitstag im Büro oder am heimischen Schreibtisch stattfindet.

Meine To-Do-Liste wurde immer länger, die Videocalls immer dichter, die Zeit, in der ich irgendetwas davon hätte abarbeiten können, immer weniger. Aufgrund meiner mangelnden Erfahrung in der Agenturarbeit konnte ich nicht einschätzen, wie viele Stunden das Abarbeiten der ganzen Aufträge tatsächlich dauern würde, aber als Redakteurin habe ich genug Erfahrung, um zu wissen, dass das alles keine Dinge waren, die ich kurz mal nebenher erledigen könnte.

Ich fühlte mich hilflos, ich fühlte mich, als ob ich erdrückt würde von dieser Last.

Gegen Mitte der ersten Woche begannen die Probleme beim Einschlafen. Zum Glück haben wir für solche Notfälle immer Baldrian und auch Stärkeres im Haus, so dass ich wenigstens mit dieser Hilfe ein bisschen zur Ruhe kommen konnte. Aber das Wissen, dass es am nächsten Morgen genauso weitergehen würde, sorgte für üble Albträume.

Dazu kam, dass ich im Homeoffice immer allein war. Videocalls, auch nett gemeinte Kaffeepausen, sind kein Ersatz für die tatsächliche menschliche Interaktion. Ich war allein, ich hatte diese unfassbar schwere Arbeitslast zu tragen, alle anderen ja auch, weshalb es keinen Sinn machte, sich zu beschweren, es konnte einem eh niemand helfen. Und ich brütete vor mich hin in dieser verwirrenden, irritierenden Situation.

Nach der ersten Woche war ich versucht, am Wochenende noch ein paar Extrastunden zu arbeiten, um irgendwie diese Flut von Arbeit bewältigen zu können, zu der ich in der tatsächlichen Arbeitszeit nicht kam. Da ich den Laptop ja hier stehen und jederzeit Zugang zum System hatte, wäre das ganz einfach gewesen. Ich war erschrocken über mich selbst und zwang mich, es nicht zu tun, auch wenn es zugleich eine Erleichterung gewesen wäre, wenn die Liste nur irgendwie kürzer geworden wäre. Da ging es mir schon schlecht, aber ich war noch nicht so weit, dass ich aufgegeben hätte.

Die zweite Woche war wie die Erste. Nur, dass ich jeden Abend weinte und schrecklich unreine Haut bekam. Ich dachte darüber nach, was der Stress wohl mit meinem Körper anstellte. Und was noch alles passieren konnte, wenn ich so weitermachte. Noch eine Schilddrüse, die man mir rausnehmen konnte, habe ich nicht, dafür aber jede Menge andere zerbrechliche Organe. Ich erkannte mich selbst nicht mehr, ich fand, dass sogar mein Gesicht sich veränderte – irgendwie wirkte ich fahl und grau und leer, wenn ich abends den Laptop zuklappte. Ich konnte auch nicht mehr meditieren, weil ich mich selbst nicht spürte oder hörte. Vielleicht war es die sehr schnell sehr stark gewordene mentale Erschöpfung, vielleicht der Schlafmangel, keine Ahnung.

Mein Homeoffice im Wintergarten. Das baute ich nach meiner Kündigung sofort ab. Die Blumen sind das liebe Begrüßungsgeschenk meiner netten Kollegen.

Während der langen Tage im Homeoffice ertappte ich mich dabei, dass ich nach draußen starrte und tiefe Hoffnungslosigkeit empfand. Ich konnte mich kaum noch aufraffen, im selben Tempo weiterzuarbeiten, um wenigstens die Chance zu haben, alles zu schaffen. Dazu kam, dass einige der Themen mich schon interessierten, andere so gar nicht. Und dass ich mir selbst die Wichtigkeit der uninteressanten Dinge nicht schönreden konnte. Dafür bin ich wahrscheinlich zu sehr Künstlerin und Kreative. Und im Grunde meiner Seele auch ein Hippie, der sich nicht fesseln lassen will.

Der fehlende journalistische Anspruch machte mich fertig. Als ich in den vergangenen eineinhalb Jahren beim wdv für die AOK oder die Rentenversicherung schrieb, hatte ich das Gefühl, mich mehr verwirklichen und viel freier arbeiten zu können, auch wenn am Ende doch der Kunde das letzte Wort hatte. Doch der war meistens zufrieden und ließ uns machen, immerhin waren wir die Profis. In der Agentur allerdings fühlte meine Schreiberseele sich wie in einem Korsett.

Am Anfang hatte ich noch geglaubt, es würde leichter, wenn ich irgendwann in den Themen angekommen wäre.

Aber mit jedem Tag, der verging, öffneten sich meine Kolleginnen und Kollegen etwas mehr – und in den kurzen privaten Gesprächen (für längeren Austausch war einfach keine Zeit bei den dicht getakteten Terminen) erkannte ich, dass auch einige, die schon länger dabei waren, sich ähnlich verloren fühlten. Auch wenn niemals jemand etwas Negatives sagte (das wäre gegen den allgemeinen positiven Agentur-Vibe, dem sich alle verpflichtet fühlen), klang es doch durch. Mir fiel auf, dass die wenigen, die sich hinter die Maske schauen ließen, überzeugt davon waren, dass es an ihnen lag, wenn sie mit der hohen Arbeitsbelastung nicht umgehen konnten. Gerade die Jungen, die direkt von der Uni dorthin kamen und ins Berufsleben starteten. Für sie war es leicht, zu denken, dass es eben so ist in der Arbeitswelt.

Aber ich sah genau, dass es nicht an ihnen lag. Dass jeder von ihnen sich anstrengte und sein Bestes gab, aber es phasenweise einfach zu viel war. Und darüber konnte auch kein positiver Vibe hinwegtäuschen.

Als ich am Donnerstag der zweiten Woche weinend bei Stepstone nach Jobs suchte, um mich aus meiner tiefen Verzweiflung zu befreien, wusste ich, dass es keinen Sinn hatte, es länger zu leugnen.

Ich konnte so nicht weitermachen, weil ich langsam, aber sicher depressiv wurde.

Am Freitag hatte meine Nichte Geburtstag und ich fing bereits morgens um sieben an zu arbeiten, damit ich um 16 Uhr Feierabend machen konnte. Die Agentur schaut darauf, dass die Mitarbeiter einigermaßen geregelte Arbeitszeiten haben und nicht zu viele Überstunden ansammeln. Aber das funktioniert phasenweise nur in der Theorie, scheint mir, in der Praxis ist einfach zu viel zu tun und die Menschen fangen an, freiwillig länger zu bleiben. Und das sogar mit einem einigermaßen guten Gefühl, schließlich entscheiden sie sich selbst dafür. Selbst um sieben Uhr morgens war schon eine Kollegin eingeloggt und berichtete, wie schön es sei, endlich mal etwas abarbeiten zu können, bevor das Tagesgeschäft das wieder unmöglich machte.

Als ich um 16 Uhr den Laptop zuklappte, dachte ich noch, dass ich es über mich bringen würde, am Montag weiterzumachen. Aber spätestens nach der Geburtstagsfeier, nach Gesprächen mit meinen Eltern (ja, beiden!) und meinem jüngsten Bruder, der Journalist beim SWR ist, stand für mich fest, dass ich etwas tun musste, was ich mein ganzes Leben vermieden habe:

Ich musste Menschen krass vor den Kopf stoßen, um mich selbst zu retten.

Am Freitagabend konnte ich nicht einschlafen, weil ich bei dem Gedanken an eine Kündigung nach nur zwei Wochen Herzrasen hatte. Bis vier Uhr morgens war ich wach, weinte, saß auf dem Boden im Bad vor dem Heizöfchen, sprach mit Björn, haderte, ob ich diesen Schritt wirklich machen sollte – in Corona-Zeiten, in denen es kaum Jobs gibt und viele Menschen Existenzsorgen haben. Aber im Grunde genommen wusste ich, dass es nicht anders ging.

Am Samstagmorgen wurde ich nach wenigen Stunden Schlaf wieder wach und war direkt wieder mittendrin in meiner Panik. Um halb acht schrieb ich meiner Perso-Kollegin eine WhatsApp. Ja, richtig gehört, ich habe per WhatsApp gekündigt (nicht rechtskräftig, deshalb war es eher eine persönliche Ankündigung und die Bitte, sich zu melden, damit wir die Einzelheiten besprechen können). Ich tippte und formulierte, legte meine Gründe dar und entschuldigte mich. Kaum, dass die Nachricht abgeschickt war, wurde ich ruhiger. So ruhig, dass es fast schon unheimlich war. Ich wusste, dass die Entscheidung richtig war – und dass sich schon alles zum Guten wenden würde.

Ich informierte meine besten Freundinnen über den Schritt, bekam ein paar überraschte, teils kritische, teils sehr ermutigende Antworten. Dann kroch ich übermüdet und emotional völlig verbeult zurück ins Bett. Und konnte endlich, nach zwei Wochen, wieder gut einschlafen, obwohl es draußen schon hell war und die Vögel zwitscherten.

Falls Ihr Euch jetzt fragt, wie meine Perso-Kollegin es aufgenommen hat:

Sie war schockiert. Am Samstag antwortete sie erstmal einigermaßen knapp auf meine Nachricht. Am Sonntag rief sie an und wir besprachen eher kühl (entspricht nicht unserem ansonsten guten Verhältnis) das weitere Vorgehen. Und gestern Vormittag war ich in der Agentur, gab meine fristlose Kündigung ab, die akzeptiert und bestätigt wurde, bekam noch einmal eine Tasse des sensationell guten Kaffees und hatte, als ich eine dreiviertel Stunde später im Aufzug wieder nach unten fuhr, das Gefühl, ich bin doch halbwegs im Guten gegangen.

Jetzt liegt meine berufliche Zukunft vor mir, die völlig unklar und gerade deshalb voller Möglichkeiten ist. Keine Ahnung, wo es mich hinverschlägt, es ist unwahrscheinlich, dass ich noch einmal in eine Agentur gehe. Aber ich bin überzeugt davon, dass eine schöne neue Aufgabe, die mich erfüllt und glücklich macht, schon auf mich wartet.

Seitdem ich gestern mittag dort rausgegangen bin, überlege ich, ob ich die Firma an andere Redakteure auf Jobsuche weiterempfehlen würde. Weil ich weiß, dass von meinen wdv-Kollegen viele auf der Suche sind.

Es ist ein wenig verrückt.

Denn auf der einen Seite waren diese zwei Wochen höllisch für mich. Auf der anderen Seite ist es eine gute Firma, die den nicht immer erfüllbaren Anspruch an sich selbst hat, auch in verrückten Phasen auf ihre Mitarbeiter zu achten. Es gibt Redakteure, die mit Druck besser klar kommen als ich und die sich nicht alles so zu Herzen nehmen (wobei ich darauf hinweise, dass ich aus dem Tageszeitungsgeschäft komme – Redaktionsschlüsse um 15.30 Uhr waren für mich auch kein Problem). Die Kollegen, die jetzt denken: „Du Memme, ich würde das schaffen!“ sollen sich von meinem Erfahrungsbericht bitte nicht abgeschreckt fühlen.

Ich weiß aus sicherer Quelle, dass in der Agentur gerade eine unbefristete Redakteursstelle freigeworden ist. ;) Wer Interesse hat, darf mich gerne anschreiben, um mehr zu erfahren.

Nochmal: Über die Agentur selbst kann ich nichts Negatives sagen, es wurde alles getan, um mir den Einstieg leicht zu machen, alle waren sehr freundlich und liebenswert, ich habe sogar Blumen und gleich Visitenkarten (die jetzt für die Tonne sind) bekommen – und wer mit dem Schreiben für zahlende Kunden kein journalistisches Problem hat, der kann dort vielleicht sehr glücklich werden.

Ich denke mal, ich bin sehr naiv an die Sache herangegangen. Die Agentur war einfach eine Agentur, das kann man ihr nicht übel nehmen. Aber ich bin genauso einfach ich, mit allen meinen Stärken, Schwächen, Grenzen und Tränen, und das kann man mir genauso nicht übelnehmen. Ich bin stolz darauf, dass ich meinen Weg gehe und für mich einstehe. Denn leicht war’s nicht, nach zehn Arbeitstagen einen derart harten Bruch zu machen. Das könnt Ihr mir glauben.

16 Kommentare

  1. Es ist alles so gut erklärt und geschrieben. Sollte ich es rebloggen? Ich zögere ein wenig. Ich glaube, das würde nur dazu führen, daß andere sich um diesen Job bemühen und nicht verstehen, wie man ihn ablehnen konnte. Solche, die ganz anteilnehmend die Arme öffnen, werden wohl nicht dabei sein. Sollte ich es dennoch versuchen, der Erfabrung wegen? Ich wage es einfach!

    1. Oh ja, vielen Dank! Wie gesagt, ich würde von dem Job auch nicht abraten, nur weil ich damit nicht klarkam. Es ist nur ein persönlicher Erfahrungsbericht, wie alles sehr subjektiv. Vielleicht ist er für eine*n Andere*n ganz genau das Richtige. ❤

      1. Gut, dann wollen wir nach allen Richtungen hin das Beste hoffen und wünschen. Gerade habe ich noch etwas anderes reblogged, und zwar von „Lifestyle Rainbow“ einen Aufruf, Vogeltränken aufzustellen, in Zusammenarbeit mit NABU. Irgendwie hatte ich den Eindruck , als ob da etwas zu finden wäre?

  2. Das wars dann wohl, Dein Gefühl, Dein Körper, Dein ganzes Sein haben Dir den Weg gezeigt und Du bist ihn gegangen. Der Weg war richtig und Du kennst jetzt die Paradigmen, die zu beachten sind, um ein erfülltes, authentisches Leben zu führen. Alles Gute und Gottes Segen.
    P.s. ich kenne auch die Zeichen am Weg, die mir auf meinem mir einzigen, eigenen Weg die Richtung zeigen. Herzlich, die Gärtnerin mit dem gruenen Daumen.

  3. Liebe Anne, krasser Schritt, aber gut durchgezogen. Respekt. Ehrlich gesagt habe ich mich gleich gewundert, dass ausgerechnet du in eine Agentur wechselst. Die Arbeitseinstellung, die du dort beschreibst, kenne ich von dort als völlig normal und nicht weiter erwähnenswert.
    Bei Martin war es in seiner zweiten Firma auch so (ganz andere Branche). Er hat länger gehadert, hatte ja auch eine Familie zu versorgen. Aber er hat auch nach einem Jahr permanenter Überlastung gekündigt. Das Verschleißen von Arbeitskräften zahlt sich auf die Dauer einfach nicht aus.

    1. Liebe Lena, danke für die Respektsbekundung. ;) Ich dachte, ich probier es mal aus – immerhin brauchte ich ja eh was Neues, musste mich aufgrund der Insolvenz meines Verlages sowieso neu orientieren. Und Vollzeit-Zeitungsjobs sind – auch hier in Rhein-Main – hart umkämpft. Von daher war’s ein Schritt nach vorne, aber vielleicht ein übereilter. Jetzt bin ich jedenfalls deutlich klüger als vorher.

  4. Wow, du hast meinen vollsten Respekt! Klasse und sehr mutig, dass du auf dich gehört hast. Ich bin eher die, die sich voll reinhängt, emotional alles mitnimmt und der es dann nicht gut geht. Schlussendlich leidet ja die Arbeit dann darunter. Darum vollkommen richtige Entscheidung! Alles Gute weiterhin auf deinen beruflichen Weg! 😊🍀

  5. Hi Anne,
    dein Bericht bestätigt einmal mehr meine Vorurteile gegenüber Agenturen. Egal, wie nett die Leute dort sind 🙂 Klar, die wollen ja dringend, dass ihnen jemand den Mist vom Hals schafft. Haste richtig gemacht.
    LG, deine Ex-Kollegin (nicht aus der Agentur)

    1. Hey Corny, du hier in Social Media? :) Danke für die netten Worte, ich bin grad so geflasht vom ganzen liebevollen Zuspruch, der heute auf mich herabgeregnet ist. 🖤

  6. Sehr ausführlich formuliert. Nicht jeder könnte seine Situation so differenziert ausdrücken. Und trotzdem geht es sicher vielen so.

    1. Vielen Dank. Mir ist vorgeworfen worden, ich würde mich rechtfertigen, was gar nicht nötig wäre – aber ich hatte einfach das Bedürfnis, die Dinge aus meiner Sicht zu schildern.

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