Deine Augen sind zwei schwarze Teiche
in die dein Lachen wie der Tag hineinscheint.
Wenn wir sprechen, sehe ich meine Worte die funkelnde
Oberfläche dieses Wassers durchbrechen. Ich beobachte, wie sie in deinen Pupillen kleine Wellen schlagen, wie sie Kreise ziehen und schließlich
deine Gedanken erreichen und dein Fühlen. Den Teil deiner
Seele, in dem dein Mut sitzt.Bevor dein Licht auf mich fiel, fand ich mich in meiner eigenen Dunkelheit
nicht zurecht. Nun scheint es, als
gewöhne sich mein Sehen daran. Und mit den Fingerspitzen
ertaste ich zum ersten Mal mein eigenes Herz,das mit schwarzem Samt ausgeschlagen ist.
(Anne Zegelman)
Lyrik: Erschütterung meiner Stille
2 Antworten zu „Lyrik: Erschütterung meiner Stille“
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Ein sehr romantischer Text, er passt gut in die Adventszeit. Danke dass Du ihn mit uns teilst 🙂. Liebe Grüße, Pirandîl
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Danke, Pirandîl. Romantisch ist er von selbst geworden, eigentlich wollte ich etwas über die Suche nach mir selbst schreiben. :) Komisch, wie das manchmal eigene Wege geht. Kennst du das auch? Dir und deiner Freundin eine schöne Weihnachtszeit!
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