Blog, In eigener Sache, Neues aus der Welt einer Schreiberin

Buchschreiben: Kristinurnalistin oder Das Ende

Die letzten zwei Tage waren ganz schön hart. Ich habe geschrieben, überarbeitet, gegrübelt, den Schluss herbei gesehnt. Aber heute morgen habe ich das Wort – Ende – unter meinen Text geschrieben. Und jetzt fühle ich mich ganz leicht und ein bisschen traumatisiert. Das ist schon ein sehr triumphales Gefühl. Allerdings ist es nicht mit dem vergleichbar, was ich nach dem Fertigstellen meines glueckskind-Romans so fühlte. Denn dieses Projekt hier war nicht halb so emotional gesteuert, auch wenn Gefühle ganz klar im Mittelpunkt der Handlung stehen. Doch während das glueckskind nahezu geboren werden musste, war die Arbeit an „Frankfurt liebt dich!“ eher wie das Schreiben eines Artikels oder einer Magisterarbeit: Ich habe vorher verschiedene Stellen abgeklappert und mir Genehmigungen geholt, dann habe ich ein Konzept und ein Gerüst erstellt, alle Informationen zusammengetragen und schließlich mit dem Schreiben angefangen.

Trotzdem fühlt es sich auch diesmal komisch an, das Projekt loszulassen. Vielleicht empfinden Mütter, die ihr Neugeborenes betrachten, ähnlich. Jetzt liegt das PDF im Copyshop und wird ausgedruckt und ringgebunden. Björn soll es lesen und sein Okay geben, bevor ich es dem Verlag überbringe, schließlich geht es auf fast allen Seiten irgendwie auch um ihn. Und ich möchte nicht, dass er es liest, wenn es gedruckt ist, und mir dann die Freundschaft kündigt, weil ich so viel über uns verraten habe. Ich werde die Tage bis zum 30. Juni nutzen, um die vielen coolen Fotos einzusortieren, die Robin gemacht hat, und ansonsten natürlich noch einmal Korrektur lesen.

KristinurnalistinDabei hilft mir das Word-Korrekturprogramm. Ich benutze noch eine alte Office-Version von 2003, weil ich mit der Aufteilung von anno dazumal besser klarkomme als mit diesem neumodischen Quatsch. ;) Das führt allerdings dazu, dass die Korrektur ebenfalls hoffnungslos veraltet ist. Worte wie Smartphone oder Facebook kennt mein grauhaariges Word nicht. Ein anderer Quell der Freude ist die Funktion Automatisches Ersetzen: Vor einigen Tagen beschloss ich, dass die Protagonistin in einer Szene doch lieber mit ihrer Freundin Kristin sprechen sollte, wo sie eigentlich mit Jo gesprochen hatte. Ich fühlte mich sehr clever, als ich ich mit Strg+h alle „Jo“s in diesem Abschnitt durch „Kristin“s ersetzte. Vielleicht war das aber doch keine so gute Idee. Denn wie von Zauberhand wurde nicht nur in dem markierten Kapitel, sondern in der gesamten Worddatei jede Jo-Silbe ersetzt. Das führte dazu, dass meine Protagonistin plötzlich von Beruf Kristinurnalistin ist und ihren Kristinb liebt. Das war einerseits zum Lachen, andererseits auch ein bisschen zum Haareraufen.

Aber egal, jetzt bin ich so gut wie fertig. Das bisschen, was jetzt noch zu machen ist, schaffe ich auch noch. Die Zeit nach dem 30. Juni werde ich erst einmal richtig genießen; es wird mir vorkommen wie Urlaub, „nur“ in der Redaktion zu arbeiten. Und im Sommer fange ich dann mit der Planung der PR an. :)

Vorher gibt es aber noch die Bilderstrecke vom vierten und letzten Shootingtag, der ganz schön aufregend war. Bis dahin könnt Ihr, wenn Ihr möchtet, noch einmal die Bilderstrecken der drei vorherigen Shootingtage ansehen:

 

Galeriestreifen 3. Shootingtag

Galeriestreifen 2. Shootingtag

Erster Shootingtag

Advertisements

3 thoughts on “Buchschreiben: Kristinurnalistin oder Das Ende”

  1. Bei word 97 konnte man und bei Open wie auch Libre Office kann man den begriff als ganzes Wort suchen.
    ich nehme dann erst die Genitivform mit s und dann die suffixfreie.. Sonst müsste ich mir ja ein Kristinghurt aus dem Kühlschrank holen.

    Und Glückwunsch auch!

    1. Danke – und danke. Im Prinzip weiß ich das ja auch, hatte nur vergessen, das Häkchen zu setzen. Und als ich den Fehler dann bemerkt habe, hatte ich zwischenzeitlich schon zu viele andere Arbeitsschritte gemacht, um es rückgängig zu machen. Ach, so ein frischer Kristinghurt zum Frühstück vertreibt doch Kummer und Sorgen. ;)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s