Buchschreiben: Fertig werden!

Heute ist der 23. Juni. Und das bedeutet, ich habe noch genau eine Woche Zeit, bis ich mein Manuskript beim Verlag abliefern muss. Fuchs, der ich bin, habe ich mir schon kurz nach der Vertragsunterzeichnung genau sieben Tage vor der Deadline einen Reminder in den Kalender geschrieben. Damals war das noch sehr weit weg. „Fertig werden!“ stand da, einmal quer über das gesamte Tageskästchen geschrieben. Während ich das schrieb, war ich in den Gedanken bei dieser sehr fernen Zukunft. Wie würde es mir gehen an diesem 23. Juni? Würde ich völlig verzweifelt daheim sitzen oder schon das Ende des Tunnels sehen? Und wie könnte ich mir in dieser letzten Woche vor der Deadline überhaupt irgendetwas vornehmen? Würde ich nicht jede freie Minute an meinem Buch arbeiten?

Anne beim ArbeitenNatürlich habe ich mir für diese Woche jede Menge vorgenommen, denn dass mein Leben wegen eines Projekts stillsteht, das hat es noch nie gegeben. Nicht mal zu Zeiten meiner Magisterarbeit vor fünf Jahren. Ich finde, das kann ich mir auch locker leisten, denn ich bin seit Tagen fertig mit dem Schreiben und muss das Ganze jetzt lediglich nochmal korrekturlesen und ein bisschen straffen. So im Nachhinein frage ich mich allerdings, wie ich glauben konnte, sieben Tage vor der Deadline erst „fertig werden“ zu können. Das wäre doch viel zu kurzfristig! Immerhin findet da ja auch noch drumherum so viel statt … Morgen Abend zum Beispiel haben wir ein abschließendes Foto-Meeting, bei dem wir final nochmal alle Bilder ansehen und uns über eins im Speziellen wahrscheinlich die Augen auskratzen werden. Ich freu mich schon darauf, denn Robin ist, was Diskussionen betrifft, ein würdiger Gegner. Aber in dieser letzten Woche bleibt eigentlich gar keine Zeit mehr fürs Schreiben, sondern nur noch fürs Diskutieren, Feilen und Freuen. :)

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