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FLD: Unser erstes Buch-Interview

Anne und Robin im Interview 2

Gestern Nachmittag hatten Robin und ich eine spannende Verabredung: Wir haben uns mit einer Journalistin der FNP in einem Café getroffen und unser erstes Interview zu „Frankfurt liebt dich!“ gegeben. Für mich doppelt interessant, denn ich kann selten anderen Reportern bei der Arbeit zusehen. Es ist wirklich lustig: All die Dinge, die Gesprächspartner mich in Interviews immer fragen, schossen auch mir gestern durch den Kopf.

„Will sie das jetzt wirklich alles schreiben?“

„Wo nimmt sie nur diese ganzen Fragen her?“

„Kann sie ihr Gekritzel später echt noch lesen?“

Die Fragen, die sie stellte, hatten es auch wirklich in sich und gingen ziemlich tief. „Was ist wichtiger, Kind oder Karriere?“, wollte sie zum Beispiel sehr provokativ von mir wissen. Tja, was wohl? Am wichtigsten ist es, dass uns Frauen endlich beides ermöglicht wird – denn momentan steht uns nicht nur das Betreuungssystem im Weg, sondern auch das Mütterchen-Image. Kaum hast du ein Kind, behandeln deine Kollegen dich auf eine liebevolle Art so, als ob du nicht mehr ganz dicht und vor allem nicht mehr voll belastbar wärst. Ich legte also los und brachte auf den Tisch, was meiner Meinung nach alles im Argen liegt beim Kinderkriegen in Deutschland – und zack, die nächste Frage: „Ihr Buch ist aber schon eher unterhaltsam, oder? Und nicht so politisch und ernst?“ Ups. Ja, genau. „Aber es ist kein Lebensratgeber?“ Ähm, nee. „Was ist es denn dann? Und was wollen Sie damit eigentlich bezwecken?“

Lauter gute Fragen, die ich vorher für mich selbst noch gar nicht beantwortet hatte. Auch deshalb war das Interview wirklich spannend: Denn Fragen dieser Art werden sicher noch öfter kommen. Immerhin kenne ich aber jetzt die Antwort auf die Frage, was mein Buch ist: Eine Sammlung von Fragen – und mein absolut nicht allgemeingültiger Versuch, sie zu beantworten. Vielleicht ist es am ehesten ein Arbeitsbuch, das dazu anregen soll, eigene Antworten zu finden – oder eigene Fragen zu stellen. Denn ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber ich finde, dass Fragen sehr viel wichtiger sind als Antworten.

Kakao

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2 thoughts on “FLD: Unser erstes Buch-Interview”

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