Blog, Neue Lyrik und Geschichten

Lyrik: Sommer

Ich sehe dich und ich höre dich, aber
ich weiß, dass du nicht real bist. Nicht,
wenn ich bei dir bin.
Uns beide gibt es nicht.
Es gibt dich und es gibt mich, aber zusammen
existieren wir schlichtweg nicht. Betrittst du
den Raum, ende ich – und bin ich bei dir, bist
du es nicht.

Wir können
nicht
zusammen sein.

Denn nichts davon ist echt,
nichts davon ist passiert, jemals, außerhalb
meiner Haut.

Das Wir, das manchmal so greifbar war, ist
immer nur eine
Illusion gewesen, eine Spiegelung in
einer Fensterscheibe, eine verzerrt
tanzende Fee in flirrender
Sonne. Ich weiß das alles, ich wusste
es immer. Ich habe uns nie für echt
gehalten. Warum fällt es mir dann
so schwer, dich zu vergessen?

(Anne Zegelman)

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2 thoughts on “Lyrik: Sommer”

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