#psyche: 8 kleine Fluchten

Danke für die lieben Tipps und Aufmunterungen, die Ihr unter meinem Artikel #psyche: Wie reagiert Ihr auf Stress? hinterlassen habt. Vieles hat mich echt nachdenklich gemacht. Und ich fühle mich auch ein bisschen schlecht, weil ich es mir erlauben kann, kurz mal abzuhauen – während Ihr vielen Mütter (und Väter und Pflegenden und alle anderen, die für einen Menschen sorgen) da draußen immer die Stellung halten müsst. Ihr seid Superhelden.

Doch wie schafft man es, bei all dem nicht auszubrennen? Man muss seine „eigene Tasse füllen“, wie es im Englischen sehr schön heißt. Denn nur, wenn die eigene Tasse voll ist, kann man anderen davon einschenken.

Remember to fill your cup, because you can’t pour from an empty vessel.
(Englisches Sprichwort)

Ich möchte Euch hier mal ein paar der Tipps weitergeben, die ich über die Kommentare und per Mail bekommen habe – und noch ein paar zusätzliche, die ich an anderer Stelle gelesen oder aus eigener jahrelanger Erfahrung für gut befunden habe:

Sport: Am Anfang muss man sich aufraffen, aber wenn man sich dann richtig ausgepowert hat, ist der Kopf frei.

Frische Luft: Wann immer es geht, raus gehen – oder wenigstens das Fenster aufmachen und durchlüften.

Zeit allein verbringen: Einfach mal lesen, malen oder meinetwegen stundenlang Netflix schauen. Großartig. Übrigens, selbst wenn es nur zehn Minuten sind, fühlt man (ich) sich danach schon viel ausgeruhter.

Stille: Handy. Aus. Ich vergesse immer wieder, dass das durchaus  eine Option ist. Eine sehr gute Sache ist es, dass man im „Bitte-nicht-stören“-Modus Ausnahmen definieren kann, so dass jemand, um den man sich gerade sorgt, durchkommt, andere aber nicht. Wie das bei Android geht, steht hier.

Priorisieren: Nicht jedes Bedürfnis anderer muss sofort erfüllt werden, auch wenn es sich im ersten Moment so darstellt. Ruhig nachfragen, ob etwas auch später erledigt werden kann. Oder selbst abschätzen, was sofort drängt und was nicht.

Verantwortung abgeben: Vielleicht gibt es andere im Umfeld, die man ansprechen kann und die helfen können, sich zu kümmern. Fällt schwer, gerade, wenn man gewohnt ist, alles alleine schaffen zu müssen.

Auszeiten schaffen, die realistisch sind: Wenn ich daheim sehr eingebunden werde, kann ich davon träumen, monatelang mit dem Rucksack durch Indien zu reisen, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass es dazu kommen wird. Effektiver ist es, die Wunschvorstellung an die Realität anzupassen. Vielleicht geht es, ein Wochenende abzuhauen (wegfahren), vielleicht einen Tag (Therme), vielleicht auch nur zwei Stunden (ins Café gehen und lesen, spazierengehen). In meinem Fall ist es die goldene Mitte, nämlich das Wochenende: Die Flüge nach Rom sind mittlerweile gebucht, die AirBNB-Wohnung ausgesucht, in zwei Wochen geht’s los.

Und hier noch ein Tipp aus einem Blogartikel („5 ways to fill your cup“), der echt gut klingt. Was mit Tieren machen: Zum Beispiel im Tierheim aushelfen oder allein in den Streichelzoo gehen. Das ist natürlich nur was für Menschen, die Tiere mögen. Aber wer wie ich dazu gehört, der kann daraus unheimlich viel Kraft ziehen. Und wer auch noch das Glück hat, selbst Tiere im Haushalt zu haben, der braucht nicht mal die Wohnung zu verlassen, um ihnen Zeit zu widmen, mal wieder voller Hingabe das Fell zu bürsten, Leckerlis zu füttern oder stundenlang diese eine Stelle hinterm Ohr zu kraulen.

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