Lyrik: Daheim

Daheim

Seit du fort bist, seh ich
klarer. Und weiter.
Doch die Zukunft,
die hinter den Dächern und hinter
den Bäumen scheint und
auf der metallenen
Spitze des Kirchturms
bricht, sticht mir
in die Augen. Und
lässt mich blinzeln.

 

Ich hatte gedacht, dass dein
Fehlen nicht ganz so greifbar
sein würde, nicht ganz so laut vielleicht.
Und dass die Straßen unserer
Stadt mir nicht leerer und die
Türen nicht verschlossener
erscheinen würden als damals.

 

Doch genau so ist es nun.
Ich bin hier nicht mehr
daheim, seit du
es nicht mehr bist.

Anne Zegelman, 15. März 2017

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3 Gedanken zu “Lyrik: Daheim

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