3 Fragen und eine sehr ehrliche Antwort

Foto: Natanja Grün

Gerade geht es Lesungsmäßig heftig zur Sache. Und das ist ganz wundervoll. :) Am kommenden Dienstag, 19 Uhr, halte ich meine zweite große Lesung mit Musik aus Mainstyle, in der selben Woche startet am Freitag um 16 Uhr außerdem unsere kleine Café-Lesereihe ohne Musik im „Mellow Yellow“ auf der Berger Straße. Nun gibt es ein weiteres Café, das mich für die Woche darauf buchen möchte, bald hier mehr. Und auf der Buchmesse darf ich am Samstag, 22. Oktober, 15 Uhr, ja auch auftreten. Damit ich nicht den Überblick verliere, markiere ich mir Lesungen mittlerweile mit Marker im Kalender. Ach, was für ein Luxus, oder? :) Davon habe ich früher geträumt.

Um auf die Lesung am 6. September im Frauentreff aufmerksam zu machen, hat der Societäts Verlag ein kleines Interview mit mir geführt und es per Newsletter verschickt. Dabei bin ich ein bisschen ins Plaudern gekommen und habe ganz offen erzählt: über meine erste richtige Beziehung, meine kurze Verlobung und den Grund, warum das damals auseinander ging. Das Mini-Interview findet Ihr hier. ;)

Foto: Johanna Rundel

Mainstyle-Lesung im Frauentreff
Wann: Dienstag, 6. September 2022
Zeit: ab 19:00 Uhr
Eintritt: Der Eintritt ist frei
Musik: Michael Forst
Büchertisch: Büchergilde Frankfurt
Wo: Frauentreff F132, Friedberger Landstraße 132, Frankfurt

Unsere Autorin Anne Zegelman liest im frisch eröffneten Frauentreff in Frankfurt aus ihrem aktuellen Roman Mainstyle. Für uns hat sie sich etwas Zeit genommen und ein paar Fragen zum Buch und der Geschichte dahinter beantwortet.

In „Mainstyle – Projekt: lieben lernen“ geht es um das Ende einer Liebe und einen dringend benötigten Neuanfang. Wie viel an eigener Trennungsgeschichte steckt in dem Buch?

Viel, ehrlich gesagt. Als ich 18 Jahre alt war, hat mein damaliger Freund mir nach eineinhalbjähriger „Beziehung“ einen Heiratsantrag gemacht. Das war ganz schlimm für mich, denn ich mochte ihn zwar, wollte mich aber auf keinen Fall so früh fest binden. Viel lieber wollte ich in eine andere Stadt ziehen, studieren, ausloten, wer ich eigentlich bin und was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Aber anders als Hanna im Buch, die ja schon etwas mehr Lebenserfahrung hat, habe ich mich nicht getraut, Nein zu sagen, weil mir klar war, dass ich ihn dann verlieren würde. Also habe ich einige Monate versucht, mit der Verlobung klarzukommen, mich damit abzufinden. Aber es ging einfach nicht – und wir haben uns schließlich „entlobt“. Ich war so erleichtert, als es vorbei war. Dieses Erlebnis habe ich in meinem Buch verarbeitet, unter anderem.

Sie lesen im Frauentreff aus einem Buch, das Sie für Frauen geschrieben haben. Hat Ihr Roman auch Männern etwas zu sagen?

Das Buch ist schon eher ein Frauenbuch, das stimmt natürlich. Ich glaube, allein die Aufmachung ist so typisch weiblich, dass Männer im Laden eher nicht danach greifen. Doch wenn es daheim herumliegt, schauen sie vielleicht doch mal rein – und sind dann überrascht, dass es ihnen gefällt. Das zumindest zeigen die Rückmeldungen von männlichen Lesern, die ich bekomme. Sie schreiben dann zum Beispiel, sie hätten beim Lesen einiges über die weibliche Psyche gelernt.

Seitdem 2014 Ihr erstes Buch erschienen ist, haben Sie zahlreiche Lesungen gehalten. Wie erleben Sie die Interaktion mit dem Publikum?

Als den besten Part. Das Schreiben selbst ist ja eine sehr zurückgezogene Tätigkeit. Monatelang, manchmal Jahrelang brütet man über der Geschichte und setzt sich mit den Figuren auseinander, führt also eine Art geheimes zweites Leben. Wenn das Buch dann veröffentlicht wird und es erste Reaktionen darauf gibt, ist das schon ein ganz surreales Gefühl. Lesungen toppen das noch, denn in Echtzeit zu hören, wie die Leute an bestimmten Stellen reagieren, schmunzeln und lachen, öffnet den eigenen Blick auf die vertraute Geschichte unglaublich. Auch wenn ich vor Lesungen immer Lampenfieber habe, würde ich auf diese direkte Kommunikation mit meinen Leserinnen (und Lesern) nicht verzichten wollen.

Vielen Dank, liebe Frau Zegelman!

Über die Location: Der Frauentreff 132 ist ein Projekt der Dompfarrei St. Bartholomäus und wird komplett ehrenamtlich gestemmt. Initiatorin Ingrid Noll kennt sich in der Frauenarbeit aus; sie leitet seit 25 Jahren ehrenamtlich den Frauentreff in Liebfrauen und hat in dieser Zeit unzählbar viele Kontakte geknüpft. Die kommen ihr jetzt zugute, denn neben ihren Mitstreiterinnen, einer kleinen, engagierten Gruppe, die mit ihr gemeinsam den neuen Treff aufbaut, gibt es auch schon zahlreiche Frauen, die Interesse an dem neuen Angebot bekundet haben. Das vielseitige Vortrags- und Kulturprogramm hält für alle Altersgruppen und Interessen etwas bereit.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s