Literaturwettbewerb: Lyrik im Fenster

In den letzten Wochen – und noch immer – hat die Arbeit an meinem Buch fast meine gesamten Kapazitäten aufgebraucht. Deshalb hatte ich fast vergessen, dass in diesen Tagen ja auch die Lesezeichen-Ausstellung in Hildesheim eröffnet wurde. 2012 war ich ja mit meinem Gedicht Octo-2 eine der Hauptpreisträgerinnen – und mein kleines Gedicht wurde ganz schön durch die Werbetrommel gedreht: Vorgelesen, abgedruckt in einem Heftchen, in Hildesheimer Bussen und Bahnen verteilt … Doch damit nicht genug. Das Hildesheimer Forum-Literatur Büro organisiert als Veranstalter auch eine große Ausstellung mit den prämierten Gedichten.

Die ganze Stadt – Kirchen, Bushaltestellen, Hauptbahnhof, Bibliotheken, Buchhandlungen, Museen, Einkaufspassagen, Historische Bauwerke, Kino und Theater – wird für mindestens sechs Monate zu einem Hort der Poesie, der 24 Stunden täglich geöffnet hat.(Jo Köhler)

Unter dem Titel Lesezeichen-Projekt 2014 werden sie auf Banner gedruckt und an zahlreichen prominenten Orten in Hildesheim aufgehängt. Mit am eindrucksvollsten ist es, dass auch Werke von Literaturnobelpreisträger Günter Grass dort ausgestellt werden. Seine Umstrittenheit jetzt mal beiseite, aber wann wird man als Jungautorin schon einmal in einem Atemzug mit Günter Grass genannt? Gedicht Hildesheim 2Nun hat Projektleiter Jo Köhler den Startschuss gegeben. Und mich nach Hildesheim eingeladen. Zur Eröffnung konnte ich aus Zeitgründen leider nicht kommen, auch wenn ich wirklich gern bei der Feier dabei gewesen wäre. Vielleicht schaffe ich es ja, in den nächsten Monaten mal selbst hinzufahren. Bis dahin freue ich mich darüber, dass die Organisatoren als Standort für mein Gedicht die Stadtbücherei gewählt haben. Marita Riedlinger von der Stadtbibliothek Hildesheim war so lieb, Fotos von der Installation zu machen und mir zu schicken. Um eine größere Ansicht zu sehen, klickt einfach auf das Bild links. „Reaktionen auf Ihr Gedicht gab es aber noch nicht“, schrieb sie mir per Mail. Das finde ich aber auch nicht so schlimm. Um ein Gedicht zu lesen und anschließend in die Stadtbücherei zu marschieren, um eine persönliche emotionale Reaktion auf die Mitarbeiter dort abzulassen, müsste man schon ein ganz besonderer Lyrik-Freak sein. Mehr über die teilnehmenden Autoren und die Gedichte erfahrt Ihr in einem eigens für die Ausstellung herausgegebenen Heftchen, das sogar ein Grußwort von Oberbürgermeister Ingo Meyer enthält. Dort wird auch ein Rundgang vorgeschlagen, der an allen ausgestellten Gedichten vorbei führt. Solltet Ihr also zufällig in den nächsten Monaten nach Hildesheim kommen, schaut Euch doch die Lesezeichen mal an – und erzählt mir davon. :)

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4 Gedanken zu “Literaturwettbewerb: Lyrik im Fenster

    1. Danke, Candy. Es freut mich besonders, dass dieses Gedicht dabei ist, weil ich es aus tiefem Herzen und sehr unglücklich für jemanden geschrieben habe – und es mir viel bedeutet. Die Lesezeichen-Aktion ist einfach toll und stößt in der Stadt auch auf viel Interesse, wenn man den Zeitungsberichten glaubt.

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