Wir haben viel zu viel
von uns gehabt. Unser Lachen
kam aus ganzer Seele und war
so ehrlich, dass es wunderbar
wehtat. Unsere Blicke waren
verhakt ineinander, so hoffnungslos,
dass wir sie nicht hätten voneinander
lösen können selbst wenn wir
gewollt hätten. Und ich konnte
kaum noch sehen, was um mich
herum geschah.Jetzt ist alles weniger, wir sind
weniger, stiller. Wir treten einen
Schritt zurück und betrachten dieses
Wir, das anfangs wie Champagner
im Kristallglas bitzelte und dessen
Kohlensäure nun langsam und unsichtbar
in den Himmel steigt, so dass das, was
im Glas bleibt, nur noch wirkt wie träger
goldener Wein, der zu lang gestanden hat.Mir ist, als hätte ich zu viel
von dir getrunken. Mir ist, als wäre ich
verkatert.
Lyrik: Kohlensäure
Verwandte Beiträge
-
› Read more: Psyche // mannheim oder: der wertPsyche // mannheim oder: der wert
Was macht einen Gegenstand für mich wertvoll? Eine Beobachtung aus der Welt der Kleinanzeigen.
-
› Read more: Psyche // alleinsein wie in AfrikaPsyche // alleinsein wie in Afrika
Gerade fühle ich mich zum ersten Mal überhaupt in meinem Erwachsenenleben so richtig allein.
-
› Read more: Reisen // nichts zum AnziehenReisen // nichts zum Anziehen
Wenn man für zwei Tage packt und am Ende sieben Tage bleibt – kann das Thema Kleidung erkenntnisreich sein.
Kommentar verfassen