Klein, fein, mein (einen Nachmittag lang)

Gestern haben Björn und ich einen Spaziergang zur Alten Kirche nach Hornau gemacht und durch die geschlossene Glastür ins Innere gespäht. Ich kenne die Kirche ja schon von vielen Presseterminen und Ausstellungseröffnungen gut. Aber gestern hatten wir Glück, denn vom letzten Konzert standen noch Stühle – und bestuhlt sieht der kleine Raum plötzlich ganz anders aus.

Es war ein komisches Gefühl, dort in matschverschmierten Wanderschuhen und ohne Make-up zu stehen und zu wissen, dass ich exakt zwei Wochen später in der kleinen Kirche meinen Premierenauftritt haben werde.

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Letztens hat mich zum ersten Mal jemand gefragt, ob mir die Lesungen eigentlich Spaß machen. Ehrlich gesagt sind diese Auftritte ziemlicher Terror für mich, weil ich starkes Lampenfieber habe und meistens ganz viel Baldrian nehmen muss, um überhaupt auftreten zu können. Danach fühle ich mich auch tagelang ganz komisch.

Aber es gehört dazu, ich möchte mein Buch bewerben und freue mich ja auch über die ganze Aufmerksamkeit. Außerdem ist es sehr viel besser geworden, seit ich immer mit Micha auftrete. Zu wissen, dass da ein guter Freund ist, mit dem man die Aufregung teilen kann, ist schon sehr beruhigend.

Außerdem fügt sich alles nach und nach, das trägt ebenfalls zur Entspannung bei. So habe ich am Samstag ein Outfit für die Lesung geshoppt, das kann ich also schon mal von meiner To-Do-Liste streichen. Und es hat sich kurzfristig ergeben, dass der Weinhandel Bordeaux-Wein-Direkt in Bad Soden vor und nach der Lesung Wein zum Probieren anbieten wird. :) Zudem habe ich endlich eben mal ein Event bei Facebook erstellt, um auch nochmal selbst etwas Werbung zu machen – und morgen vormittag präsentiert die Stadt Kelkheim der Öffentlichkeit die Lesereihe „Literatur on Tour“ in einer Pressekonferenz im Rathaus. Da schaue ich ebenfalls mal vorbei.

Und alles andere … wird schon klappen.

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