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Lyrischer Verwandtenbesuch

Am Wochenende war ich in Magdeburg bei einer Beerdigung. Auf dem Rückweg sind wir an Hildesheim vorbei gefahren und haben, obwohl wir eigentlich gar keine Zeit hatten, spontan beschlossen, abzufahren. Denn obwohl ich noch nie in Hildesheim war, gibt es dort etwas von mir – mein Gedicht Octo-2, das ganz unabhängig von seiner Autorin in dieser Stadt eine kleine Karriere gemacht hat. Vor zwei Jahren hatte ich es zum Lesezeichen-Wettbewerb des Literaturbüros geschickt, daraufhin wurde es genau wie die anderen Siegergedichten auf ein Banner gedruckt und in der Stadt ausgestellt. Und mein Banner hängt seit Mai im Fenster der Hildesheimer Stadtbibliothek. Die Leiterin war damals so freundlich, mir ein Foto zu schicken, aber ich hatte fest vor, irgendwann nochmal hinzufahren und mein liebes Gedicht, das sich in dieser mir fremden Stadt so beharrlich einen Platz erkämpft hat, zu besuchen. Ihm Respekt zu zollen, denn sehr viel mehr als es zum Wettbewerb zu schicken habe ich ja gar nicht gemacht, den Rest haben andere erledigt.

Als wir jetzt von der Autobahn abfuhren, wusste ich nicht einmal, ob die Banner noch hängen. Aber wir haben die Stadtbibliothek gefunden, mein Gedicht ist noch da – und es ist riesig! Es war ein komisches Gefühl, dem Gedicht und meinem Namen dort zu begegnen, obwohl ich doch selbst noch nie da war. Ein wenig wie ein Verwandtenbesuch in der Fremde.

„Lief ja ganz gut für dich dieses Jahr“, sagte meine Mutter, als wir beide davor standen. Ja doch, kann man sagen. :) Anschließend haben wir erstmal Fotos mit meinem Baby gemacht und meine Mutter hat wie immer alle Fotos von mir gnadenlos verwackelt. Naja, wenigstens ist es authentisch…

Übrigens: 2012 ist auch ein Heftchen mit den Siegergedichten erschienen, das im Hildesheimer Nahverkehr verteilt wurde. Wer sehen möchte, wie mein Gedicht darin aussah, findet hier Auszüge aus dem Heftchen mit dem Titel „Wenn die Zeit stehen bleibt“.

Stadtbibliothek

Astrid mit Gedicht

Octo-2

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2 thoughts on “Lyrischer Verwandtenbesuch”

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