Katerstimmung nach dem ersten Glücksgefühl. Und die leise Erkenntnis: Ich glaube, wir haben einfach viel zu viel voneinander gehabt.

Draußen ist es Frühling, aber ich bin so ein bisschen in Herbststimmung. Denn gestern war ein Buch mit meiner jüngsten Lyrik-Veröffentlichung in der Post: Die Anthologie „Die süße Jagd nach Bitternissen“ aus dem Geest-Verlag. Und in meinem Gedicht geht es um den Herbst mit seinen vielen Geheimnissen.

Am Mittwoch morgen habe ich dieses Gedicht geschrieben, als ich unterwegs war – hingeworfen auf meinen Journalistenblog mit dem Notfall-Kugelschreiber aus meiner Tasche. Denn plötzlich musste das gesagt werden.

Mein Gedicht „Herbstschweigen“ wird in einer Anthologie des Stefan Hölscher&Geest-Verlags veröffentlicht.

Das Gedicht „Baumhaus“ habe ich geschrieben, als es in meinem Leben gerade viele große und kleine Abschiede gab. Wenn ich es heute lese, erinnere ich mich noch genau daran, wie ratlos und entwurzelt ich mich damals gefühlt habe.

Obwohl ich noch nie in Hildesheim war, gibt es dort etwas von mir – mein Gedicht Octo-2, das ganz unabhängig von seiner Autorin in dieser Stadt eine kleine Karriere gemacht hat. Gestern habe ich es besucht.
Die ganze Stadt – Kirchen, Bushaltestellen, Hauptbahnhof, Bibliotheken, Buchhandlungen, Museen, Einkaufspassagen, Historische Bauwerke, Kino und Theater – wird für mindestens sechs Monate zu einem Hort der Poesie, der 24 Stunden täglich geöffnet hat.
Es ist Advent – und eine Gruppe befreundeter Bloggerinnen hat mich eingeladen, bei einer literarischen Adventskalender-Aktion dabei zu sein.
Vor ein paar Tagen erst hatte ich das Heftchen, in dem 2012 mein Gedicht „Octo-2“ erschienen ist, wieder in der Hand, denn ich wollte Euch etwas vom Gedichteschreiben erzählen. Dabei hatte ich schon fast vergessen, dass die Ehrung der Preisträger des Hildesheimer Lyrik-Preises mit dem Abdruck in dem Heftchen ja noch gar nicht abgeschlossen ist!…

Von der stummen Wut einer Leerzeile und der namenlosen Wucht eines amputierten Satzes.