Heißer Sommertag: Lesung mit Eisbecher

Wie schaffe ich es, neben dem Redakteursjob die Motivation für ein eigenes Buch zu finden? Wie komme ich in den Schreib-Flow, wie an einen geeigneten Verlag? Diese und andere Fragen wollen Jana und Nina, Sprecherinnen des Journalistinnenbundes Rhein-Main, mir heute Abend beim Talk nach meiner gut halbstündigen Mini-Lesung stellen.

Während sie gerade dabei sind, alles vorzubereiten (Jana hat mir heute morgen schon ein Foto vom Raum in der Lutherkirche geschickt), treibt mich eine ganz andere Frage um: Wie schafft man es, Menschen an einem schönen Sommerabend in einen Raum zu einer Lesung zu locken?

Bisher hat sich nur ein sehr überschaubarer Kreis für heute Abend angemeldet – und das wundert mich eigentlich gar nicht. Denn ich kenne das ja auch von mir selbst: Es ist warm, man hat den ganzen Tag gearbeitet und wünscht sich nichts sehnlicher, als draußen zu sein, ein leckeres Radler zu trinken und sich ein bisschen abzukühlen. Klar, dass man da kaum Lust hat, sich auch noch eine kulturelle Veranstaltung DRINNEN anzutun. Und erst recht keine, bei der man sich auch noch anmelden muss und sich am Ende womöglich blöd fühlt, wenn man doch nicht hingeht.

Vor einem ähnlichen Problem stand ich schon einmal vor drei Jahren. Damals hatten wir von vornherein eine Walking-Lesung durch die Frankfurter City geplant, an verschiedene Orte, die in meinem ersten Buch „Frankfurt liebt dich!“ vorkamen. Aber auch da war es schwierig genug, die Besucher zusammenzuhalten – nicht zuletzt auch, weil an dem Tag der Christopher Street Day in Frankfurt stattfand und es einfach überall brechend voll war. Überwältigende Hitze, Stress, Krach – so richtig schön war das nicht. Damals ist mir klar geworden: Heißes Wetter und Lesungen passen einfach nicht so gut zusammen.

Walking-Lesung 3
Micha und ich 2015 bei unserer Walking-Lesung durch die Frankfurter City. Foto: Marina Rupprecht / Wonderful photoART

Deshalb haben wir jetzt für heute Abend zwei Dinge beschlossen:

  1. Besucher dürfen gerne auch spontan kommen. Wir freuen uns über jeden, der kurzfristig Lust hat: Um 19 Uhr in der Lutherkirche (Martin-Luther-Platz 1) geht’s los.
  2. Wir halten den Lesungs- und Talkteil eher kurz und gehen danach mit denen, die mögen, ein leckeres Eis essen.

Ich habe also jetzt zwei Gründe, mich auf heute Abend zu freuen. :)

Dazu fällt mir gerade auch noch eine wichtige Frage ein: Welchen Eisbecher bestellt Ihr im Eiscafé denn immer so? Ich l-i-e-b-e den After-Eight-Becher und habe mich schon kreuz und quer durch die Bundesrepublik pfefferminzt. Das Foto ganz oben stammt von Samstag, als ich in Aschaffenburg war und natürlich an der Eisdiele nicht vorbeigehen konnte. Es gibt auch ein Bild von mir mit dem Eisbecher – doch mein Blick ist so dermaßen „Dich-fress-ich-jetzt-gleich“, dass ich Euch das lieber ersparen will… Schreibt mir gerne in die Kommentare, welcher Euer Lieblingseisbecher ist! Ich bin gespannt.

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