
Dieses Gedicht habe ich heute morgen für jemanden geschrieben, von dem wir gestern Abschied nehmen mussten.

Draußen ist es Frühling, aber ich bin so ein bisschen in Herbststimmung. Denn gestern war ein Buch mit meiner jüngsten Lyrik-Veröffentlichung in der Post: Die Anthologie „Die süße Jagd nach Bitternissen“ aus dem Geest-Verlag. Und in meinem Gedicht geht es um den Herbst mit seinen vielen Geheimnissen.

Am Mittwoch morgen habe ich dieses Gedicht geschrieben, als ich unterwegs war – hingeworfen auf meinen Journalistenblog mit dem Notfall-Kugelschreiber aus meiner Tasche. Denn plötzlich musste das gesagt werden.

Nach langem Nachdenken bin ich zu einer Entscheidung gelangt: Ich will wieder für mich selbst schreiben, ohne darüber nachzudenken, wie ich das Ergebnis möglichst publikumswirksam anpreisen kann. Und ich will niemandem Rechenschaft ablegen müssen darüber, ob sich mein Geschriebenes auch ordnungsgemäß verkauft.

Mein Gedicht „Herbstschweigen“ wird in einer Anthologie des Stefan Hölscher&Geest-Verlags veröffentlicht.

Das Gedicht „Baumhaus“ habe ich geschrieben, als es in meinem Leben gerade viele große und kleine Abschiede gab. Wenn ich es heute lese, erinnere ich mich noch genau daran, wie ratlos und entwurzelt ich mich damals gefühlt habe.

Ich habe länger überlegt, ob ich hier etwas zu dem Grund schreiben soll, warum diese Seite künftig statt unter www.dezembra.de unter www.dezembra.blog erreichbar sein wird. Primär, weil ich mich sehr über das geärgert habe, was da passiert ist.

Heute ist mir ein Gedicht namens „Du“ in die Hände gefallen, das ich vor etwa vier Jahren geschrieben habe. Ich weiß überhaupt nicht mehr, an wen ich damals beim Schreiben gedacht habe – aber lustigerweise fühlt es sich beim Lesen an, als hätte ich es erst vor zehn Minuten aufgeschrieben.

Eigentlich war geplant, dass Micha und ich am 12. November im Kelkheimer Jazzclub auftreten. Das Ganze sollte Teil der Reihe „Literatur on Tour“ der Stadt Kelkheim sein. Auf meinen eigenen Wunsch hin haben wir diese Lesung aber nun verschoben.

Das Gedicht „Mittel“ habe ich 2009 geschrieben, und eben ist es mir wieder in die Hände gefallen. Kennt Ihr dieses halbe Gefühl?
Auch dieses Jahr darf ich für die Frankfurter Neue Presse wieder in der Jury des OVAG-Literaturpreises sitzen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Beiträge!